E-Scooter mit Dual-Motor im Test: Lohnt sich Allradantrieb?
Zwei Motoren, doppelter Spaß? Ein E-Scooter mit Dual-Motor klingt erst mal nach Überfluss, denn für die meisten Wege reicht ein Antrieb locker aus. Spannend wird es dort, wo es steil, lose oder schwer beladen wird. Genau da stellt sich die Frage, ob der Aufpreis gut angelegt ist und für wen sich ein Allradantrieb am E-Scooter überhaupt lohnt. In diesem Check legen wir die Herstellerdaten des iScooter iX7Pro neben Einzelmotor-Modelle und ordnen sie ein, immer mit Blick auf die deutschen Vorschriften. Eigene Messwerte erfinden wir dabei nicht: Alle Zahlen stammen von den iScooter-Produktseiten und sind Laborwerte. Am Ende weißt du, ob dir der Allradantrieb im Alltag wirklich etwas bringt. Die meisten E-Scooter treiben nur ein Rad an, meist das hintere. Bei einem Dual Motor E-Scooter sitzt ein zweiter Motor am anderen Rad, der iX7Pro treibt also Hinterrad und Vorderrad an. Deshalb sprechen viele vom E-Scooter Allradantrieb, auch wenn hier natürlich nur zwei Räder im Spiel sind. Was bringt das? Die Kraft verteilt sich auf zwei Aufstandsflächen. Auf losem Schotter oder nassem Gras dreht das Hinterrad dadurch seltener durch, und das Vorderrad hilft beim Anfahren am Hang mit. Dafür steuert der Controller zwei Motoren, und das merkt man beim Gewicht und beim Preis. Ein Punkt gehört gleich an den Anfang: Dual-Motor heißt in Deutschland nicht automatisch „mehr Tempo". Auf öffentlichen Wegen sind höchstens 20 km/h erlaubt, und für die Zulassung zählt die Nennleistung (maximal 500 W), nicht die kurzzeitige Spitzenleistung. Leistungsstärkere Dual-Motor-Modelle aus anderen Märkten sind deshalb hierzulande nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Ein Scooter mit ABE ist der einzige legale Weg, und Tuning lässt die Betriebserlaubnis erlöschen. Der iScooter iX7Pro Dual-Motor Offroad E-Scooter mit Straßenzulassung ist das Flaggschiff der Offroad-Reihe. Er besitzt eine ABE und ist damit für Radwege und Straßen zugelassen. Die wichtigsten Daten laut Produktseite: Merkmal iX7Pro Antrieb Doppelmotor (Dual Drive) Nennleistung / Spitzenleistung 500 W / 1.600 W Beschleunigung 0 bis 20 km/h in 3 Sekunden Steigfähigkeit 38 bis 50 % Akku 48 V, 15 Ah, 720 Wh Reichweite 70 bis 80 km Bremsen Scheibenbremse vorn und hinten, elektronisches ABS Reifen / Federung 10 Zoll Offroad-Tubeless, Schwingarm vorn, Federstoßdämpfer hinten Gewicht / max. Zuladung 30 kg / 150 kg Dazu kommen Blinker, eine StVZO-konforme Lichtanlage und ein BMS-Batteriemanagement, das Spannung, Temperatur und Strom des Akkus überwacht. Empfohlen ist der Scooter ab 14 Jahren, und natürlich braucht er ein Versicherungskennzeichen. Ein Hinweis zu den Zahlen: iScooter gibt Reichweite und Steigfähigkeit unter Laborbedingungen an (70 kg Fahrergewicht, voller Akku, Reichweite bei 15 km/h, Steigung auf trockener, ebener Rampe). Im echten Leben fällt beides je nach Gewicht, Untergrund und Temperatur anders aus. 38 bis 50 Prozent klingt nach Wand. Zur Einordnung: Die allermeisten Anstiege auf Radwegen und Feldwegen liegen weit darunter. Die Zahl zeigt vor allem, dass der iX7Pro Reserven hat, und Reserven sind beim Bergauffahren Gold wert. Interessant wird der Blick auf die Einzelmotor-Konkurrenz im eigenen Haus. Laut dem Ratgeber zum E-Scooter Steigung Test kommt der T4 mit einem Motor am Hinterrad auf 36 bis 47 Prozent, der T8 auf 46 bis 57 Prozent. Auf dem Datenblatt ist der Dual-Motor also kein Rekordhalter. Wer nur auf die Prozentzahl schaut, spart sich den Aufpreis. Der Vorteil liegt woanders. Auf Asphalt ist die Haftung kein Problem, auf losem Untergrund schon: Mit zwei angetriebenen Rädern bleibt mehr von der Motorkraft tatsächlich am Boden. Das hilft beim Anfahren mitten am Hang, auf Schotter und mit Gepäck. Wie stark Fahrergewicht, Akkustand und Reifendruck die Steigleistung beeinflussen, erklärt auch unser Beitrag dazu, worauf es beim Bergauffahren ankommt. Hier lohnt sich der direkte Vergleich mit dem T8 Offroad E-Scooter, der wie der iX7Pro einen 720-Wh-Akku nutzt: iX7Pro (Dual) T8 (Einzelmotor) Antrieb Vorder- und Hinterrad Hinterrad Akku 720 Wh 720 Wh Reichweite 70 bis 80 km 80 bis 100 km Gewicht 30 kg 26 kg Max. Zuladung 150 kg 200 kg Steigfähigkeit 38 bis 50 % 46 bis 57 % Preis (aktuell) 799,99 € 638,99 € Gleicher Akku, aber auf dem Papier weniger Reichweite: Das ist der Preis des zweiten Motors und der zusätzlichen Kilos. Wer den Dual-Antrieb ständig voll ausfährt, verbraucht mehr. Auf flachen, glatten Strecken brauchst du ihn selten, und dort lässt sich Energie sparen. Zwischen den beiden liegt der iX7 Offroad E-Scooter mit Heckantrieb: ein 500-W-Motor, 70 bis 80 km Reichweite, ABS und BMS, aktuell für 599,99 €. Der Sprung zum iX7Pro kostet also 200 €. Dafür bekommst du den zweiten Antrieb, und den solltest du wirklich nutzen wollen. Wohnst du am Hang oder ist dein Weg eine Mischung aus Asphalt, Schotter und Feldweg, spielt der Allradantrieb seine Stärken aus. Die Federung vorn und hinten sowie die 10-Zoll-Reifen passen dazu. Der iX7Pro ist für bis zu 150 kg Zuladung freigegeben. Je näher du an dieser Grenze fährst, desto wichtiger sind Leistungsreserven am Berg. Schnelles Anziehen aus dem Stand (0 bis 20 km/h in 3 Sekunden) macht Spaß, bleibt aber innerhalb der 20 km/h, die in Deutschland gelten. Fährst du fast nur flach, auf Asphalt und trägst den Scooter regelmäßig Treppen hoch, sind 30 kg ein echtes Argument gegen den iX7Pro. Dann sind ein leichtes Modell wie der i8M mit 13 kg oder ein Einzelmotor-Offroader die bessere Wahl. Noch ein Wort zum Thema Gelände: Die Straßenzulassung erlaubt dir Radwege und Straßen, sie ist kein Freifahrtschein für Wald und Wiese. Ob ein Feld- oder Waldweg befahren werden darf, regeln Landesgesetze, Naturschutz und der Eigentümer. Im Zweifel bleibst du auf freigegebenen Wegen. Zwei Motoren klingen nach doppeltem Wartungsaufwand. In der Praxis sind Nabenmotoren weitgehend wartungsarm. Aufmerksamkeit brauchen eher die Teile drum herum: Beim Akku hilft das BMS, doch ein bisschen Pflege schadet nicht: Zur Haltbarkeit: Ein E-Scooter mit Dual-Motor ist kein Muss, aber für die richtige Strecke ein starkes Werkzeug. Der iX7Pro punktet mit Traktion auf losem Untergrund, Reserven am Hang und der Zulassung für den deutschen Straßenverkehr. Auf dem Papier schlägt er starke Einzelmotor-Modelle bei Reichweite und Zuladung nicht, er kostet mehr und wiegt mehr. Entscheidend ist also dein Gelände: Je steiler und lockerer, desto eher lohnt sich der zweite Motor. Wenn du dir sicher bist, wirf einen Blick auf den iX7Pro mit Zweifachantrieb und vergleiche ihn in Ruhe mit allen E-Scootern mit Straßenzulassung. Und wenn ein Einzelmotor reicht, sparst du dir den Aufpreis. Bei voller Leistung ja, vor allem beim Beschleunigen und am Berg. Eine eigene Verbrauchsangabe für den Einzel- und den Dual-Betrieb nennt iScooter nicht. Die Reichweite von 70 bis 80 km gilt für Laborbedingungen. Im Alltag hängt der Verbrauch stark von Gewicht, Untergrund, Temperatur und Fahrmodus ab. Du kannst zwischen Einzel- und Dualantrieb wechseln. Laut iScooter drückst du dafür zweimal die M-Taste. Für flache Strecken ist der Einzelantrieb oft ausreichend, für Steigungen und losen Untergrund schaltest du den zweiten Motor dazu. Er ist erlaubt (ABE, bis 20 km/h, Versicherungskennzeichen) und mit Blinkern und StVZO-Licht gut ausgestattet. Im Alltag zählen aber 30 kg und das Faltmaß von 117 × 65 × 55 cm. Wer oft Treppen steigt oder den Scooter tragen muss, fährt mit einem leichteren Modell entspannter. Was bedeutet Dual-Motor bei einem E-Scooter konkret? Allradantrieb erklärt
iScooter iX7Pro Zweifachantrieb im technischen Detail
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Einzelmotor vs. Dual-Motor: Reichweite, Verbrauch und Gewicht im Vergleich
Dual-Motor-Vorteile beim E-Scooter: Für welchen Fahrertyp lohnt sich der Aufpreis wirklich?
Wer Hügel und lose Wege vor der Haustür hat
Wer mehr Gewicht mitbringt
Wer sich Reserven wünscht
Für wen er zu viel ist
Wartung und Haltbarkeit bei zwei Motoren
Wann lohnt sich ein E-Scooter mit Dual-Motor?
FAQs
Verbraucht ein Dual-Motor-E-Scooter wie der iX7Pro deutlich mehr Akku?
Kann ich beim iX7Pro einen der beiden Motoren abschalten?
Ist ein Dual-Motor-Scooter für den täglichen Stadtverkehr sinnvoll?
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