i8M oder i9M? Der ehrliche E-Scooter-Vergleich für Pendler

i8M oder i9M? Der ehrliche E-Scooter-Vergleich für Pendler

i8M oder i9M? Wer bei iScooter einen günstigen E-Scooter mit Straßenzulassung sucht, landet fast immer bei diesen beiden Modellen. Sie liegen preislich dicht beieinander, beide haben eine ABE für den deutschen Straßenverkehr, und beide fahren höchstens 20 km/h. Auf dem Papier wirken sie fast gleich. Im Alltag merkt man die Unterschiede aber schnell.

Darum stellen wir hier den iScooter i8M und den iScooter i9M nebeneinander. Wir vergleichen Akku, Reichweite, Gewicht und Faltmaß und sagen dir ehrlich, für wen sich der Aufpreis lohnt und wer ihn sich sparen kann.

i8M und i9M im Überblick: Zwei Einsteiger-Escooter, ein Preissegment

Beide Modelle gehören zur City-Klasse von iScooter. Sie sind leicht, klappbar und für kurze bis mittlere Strecken gebaut. Der iScooter i8M E-Scooter mit Straßenzulassung kostet aktuell 228,99 €. Der iScooter i9M E-Scooter mit Straßenzulassung liegt bei 248,99 €. Der Preisunterschied beträgt also genau 20 €.

Wer einen Einsteiger-E-Scooter vergleicht, will meist schnell die wichtigsten Zahlen sehen:

 

i8M

i9M

Motor

500 W Spitze / 420 W Nenn

500 W Spitze / 420 W Nenn

Akku

36 V, 5,2 Ah, 187 Wh

36 V, 7,5 Ah, 270 Wh

Reichweite (Labor)

ca. 20–25 km

ca. 25–30 km

Reifen

8,5 Zoll Luftreifen

10 Zoll Luftreifen

Steigfähigkeit

10–15 %

20–25 %

Fahrmodi

6 / 15 / 20 km/h

6 / 10 / 20 km/h

Gewicht

ca. 13 kg

ca. 14 kg

Faltmaß

115 × 44 × 48 cm

116 × 44 × 50 cm

Der Motor ist identisch. Die Unterschiede stecken im Akku, in den Reifen und beim Gewicht.

Motor, Akku und Reichweite: Wo der i9M wirklich vorne liegt

Motor: Beim i8M und i9M gleich stark

Beide Scooter haben einen bürstenlosen Frontmotor mit 500 Watt Spitzenleistung. Die Kraft ist also gleich, der Akku nicht. Der Unterschied zeigt sich erst am Berg. Der i8M schafft laut Datenblatt Steigungen bis etwa 15 Prozent, der i9M bis 25 Prozent. Für den i9M nennt der Shop außerdem 1 bis 3 Sekunden bis 20 km/h. Für den i8M gibt es keinen Vergleichswert.

Akku: 187 Wh gegen 270 Wh

Der i8M hat 187 Wh, der i9M 270 Wh. Das sind rund 44 Prozent mehr Energie.

Reichweite: i9M vs. i8M

Wer die Reichweite von i9M und i8M vergleicht, sieht den Akkuunterschied deutlich: Der i9M schafft laut Hersteller 25 bis 30 Kilometer, der i8M 20 bis 25. Im Schnitt bringt der i9M also etwa fünf Kilometer mehr. Diese Werte stammen aus Labortests mit 70 kg Last bei 15 km/h. Bist du schwerer, fährst du viel im schnellsten Modus oder ist es kalt, wirst du darunter landen. Plane deshalb mit Reserve.

Die größeren 10-Zoll-Reifen des i9M rollen zudem leichter über Kanten und raue Beläge. Wie sich das im Detail anfühlt, steht in unserem ausführlichen Test zum i9M für den Alltag.

Was der günstigere i8M dafür besser kann

Der i8M ist kein schlechter Kompromiss, sondern in einigen Punkten die klügere Wahl. Er wiegt etwa 13 Kilo, der i9M 14. Ein Kilo klingt nach wenig. Wer den Scooter täglich eine Treppe hochträgt, spürt es aber nach ein paar Wochen. Auch zusammengeklappt ist der i8M mit 115 × 44 × 48 cm minimal kompakter und passt etwas leichter in einen Flur, einen Kofferraum oder unter den Schreibtisch.

Dazu kommen die 20 € Preisvorteil und die Zwischenstufe mit 15 km/h, die sich gut für belebte Radwege eignet. Wer ohnehin nur kurze, flache Strecken fährt, zahlt beim i8M also nicht für Reserven, die er nie nutzt. Welche Modelle es sonst noch gibt, zeigt unsere E-Scooter-Vergleichstabelle mit Preisen und Daten.

Straßenzulassung, Gewicht und Faltmaß im direkten Vergleich

Straßenzulassung: Bei beiden identisch

Bei der Zulassung gibt es keinen Unterschied. Beide Modelle haben eine ABE und sind CE- und RoHS-zertifiziert. Beide dürfen also im öffentlichen Straßenverkehr fahren, mit Versicherungskennzeichen und innerhalb der gesetzlichen Regeln. Die ABE liegt der Verpackung bei oder kommt auf Anfrage vom Kundenservice. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei beiden auf 20 km/h begrenzt, wie es die Vorschriften verlangen. Eigenmächtige Änderungen daran sind nicht erlaubt. Sie können Bußgelder nach sich ziehen und die Zulassung gefährden.

Auch bei der Ausstattung ähneln sich die Modelle. Beide haben LED-Licht mit Dauer-Rücklicht, eine Scheibenbremse mit elektrischer Abschaltung, IPX4-Spritzwasserschutz und Anbindung an die iScooter-Club-App.

Gewicht: Nur ein Kilo Unterschied

Beim Gewicht liegen die beiden nur ein Kilo auseinander. Die zulässige Zuladung nennt die ABE bei beiden mit 133 kg. Entscheidend ist also, wie oft du den Scooter tragen musst.

Faltmaß: Nur Zentimeter Unterschied

Auch beim Faltmaß trennen die beiden Modelle nur wenige Zentimeter.

Für welchen Pendlertyp lohnt sich der Aufpreis zum i9M?

Die Frage, welcher iScooter für Pendler passt, lässt sich mit drei Punkten klären: Strecke, Gelände und Tragen.

Der i8M passt, wenn

dein Arbeitsweg kurz und flach ist, etwa fünf Kilometer pro Strecke. Hin und zurück sind das zehn Kilometer, und die schafft er laut Datenblatt auch an einem kühlen Tag mit Reserve. Er passt auch, wenn du den Scooter oft in Bahn, Büro oder Wohnung trägst.

Der i9M passt, wenn

deine Strecke länger ist, Steigungen enthält oder du zwischendurch nicht laden kannst. Auch wer etwas mehr Gewicht mitbringt, profitiert von der größeren Reserve bei Akku und Steigung.

Ein einfacher Test: Rechne deine Tagesstrecke und halte sie gegen etwa 70 Prozent der Herstellerreichweite. Liegst du drunter, reicht der i8M. Liegst du knapp darüber, nimm den i9M.

Wenn du noch unsicher bist, schau dir die weiteren E-Scooter mit Straßenzulassung an. Dort findest du auch Modelle mit mehr Reichweite.

Kaufempfehlung: i8M oder i9M – unsere ehrliche Einschätzung

Für die meisten Käufer würden wir den i9M empfehlen. Für 20 € Aufpreis bekommst du einen deutlich größeren Akku, größere Reifen und mehr Steigfähigkeit. Das ist ein faires Verhältnis, gerade wenn du nach einem günstigen E-Scooter mit Straßenzulassung suchst, der auch nach dem ersten Monat noch zu deinem Alltag passt.

Der i8M bleibt die richtige Wahl für kurze, flache Wege und für alle, die jedes Kilo zählen. Er ist ein guter Einstieg, wenn du erst einmal ausprobieren willst, ob ein E-Scooter zu dir passt.

Achte bei der Bestellung auf die Verfügbarkeit. Nach Angaben auf der Produktseite ist der i8M derzeit ausverkauft und soll ab Anfang November wieder lieferbar sein. Den i9M mit 10-Zoll-Reifen gibt es aktuell sofort. Wer nicht warten will, greift also ohnehin zu ihm.

FAQs

Ist der i8M trotz Straßenzulassung für längere Pendelstrecken geeignet?

Eher nicht. Die Straßenzulassung sagt nichts über die Reichweite aus. Der i8M schafft laut Hersteller 20 bis 25 Kilometer unter Laborbedingungen. Für Strecken bis etwa fünf Kilometer pro Richtung reicht das. Wer regelmäßig mehr fährt oder nicht unterwegs laden kann, ist mit dem i9M besser bedient.

Wie viel schneller ist der i9M gegenüber dem i8M im Alltag wirklich?

Bei der Höchstgeschwindigkeit gar nicht, denn beide sind auf 20 km/h begrenzt. Spürbar ist der Unterschied eher beim Anfahren und am Berg. Der i9M beschleunigt laut Shop in 1 bis 3 Sekunden auf 20 km/h und schafft Steigungen bis etwa 25 Prozent, der i8M bis etwa 15 Prozent.

Welches Modell eignet sich besser für Fahrer über 90 kg?

Beide Modelle sind laut ABE für bis zu 133 kg zugelassen. Für schwerere Fahrer empfehlen wir trotzdem den i9M. Mehr Gewicht kostet Reichweite und Kraft am Berg, und hier hat der i9M mit 270 Wh und stärkerer Steigfähigkeit mehr Reserve. Maßgeblich für die rechtliche Zuladung ist immer die ABE-Angabe.

 


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