iScooter U4 im Test: Faltbares Tiefeinsteiger-E-Bike für den Alltag

iScooter U4 im Test: Faltbares Tiefeinsteiger-E-Bike für den Alltag

Ein gutes klappbares E-Bike zu finden, das wirklich in den Alltag passt, ist gar nicht so einfach. Viele Modelle sind entweder zu sperrig für Bus und Bahn, zu schwach für Steigungen oder schlicht zu teuer für den Einstieg. 

Das iScooter U4 will genau diese Lücke schließen: ein faltbares Tiefeinsteiger-E-Bike mit herausnehmbarem Akku, hydraulischen Scheibenbremsen und einem Preis, der auch für Pendler mit Budget interessant bleibt.

In diesem Test prüfen wir Verarbeitung, Faltmechanismus, Akkureichweite und ob das U4 in Deutschland als versicherungsfreies Fahrrad gefahren werden darf. Außerdem vergleichen wir es mit dem günstigeren EB1S, damit du leichter das passende Modell findest.

Verarbeitung und erster Eindruck: Wirkt das U4 hochwertig?

Schon beim Auspacken überzeugt der niedrige Durchstiegsrahmen, der das Auf- und Absteigen im Alltag erleichtert. Der stabile Stahlrahmen ist sauber verarbeitet und wirkt deutlich robuster als viele günstige Modelle.

Der herausnehmbare 36-Volt-Akku mit 10,4 Ah (375 Wh) sitzt sauber im Unterrohr integriert statt als nachträglich angeschraubter Klotz. Das lässt sich nicht nur optisch sehen, sondern ist auch praktisch: Wer im Büro oder in der Wohnung keine Steckdose in der Nähe des Fahrradständers hat, nimmt den Akku einfach mit und lädt ihn am Schreibtisch.

Vorne und hinten sorgen hydraulische 160-mm-Scheibenbremsen für zuverlässiges Bremsen, besonders bei nassen Straßen. Die 16 × 2,15 Zoll Luftreifen bieten guten Grip auf Kopfsteinpflaster, Radwegen und Schotter. Mit 26,5 kg ist das U4 kein Leichtgewicht, bewegt sich für ein ausgestattetes E-Bike aber im normalen Bereich.

Falten im Alltagstest: Praktisch für Bahn und Kofferraum?

Ein Klapprad steht und fällt damit, wie unkompliziert sich der Faltvorgang wirklich anfühlt. Das U4 setzt auf einen zentralen Rahmenverschluss, der Vorbau lässt sich zusätzlich absenken, und die Pedale klappen ein. Nach ein paar Durchgängen geht das Zusammenlegen zügig von der Hand, ganz ohne Werkzeug oder Kraftaufwand.

Der niedrige Durchstiegsrahmen macht sich hier ein zweites Mal bezahlt: Beim Tragen des gefalteten Rades bleibt die Balance angenehm im Griff, statt dass das Gewicht einseitig zieht. Für alle, die ihr Bike mit der Bahn kombinieren oder im Büro unter dem Schreibtisch verstauen wollen, ist das ein echter Alltagsvorteil. Wer verschiedene Faltmodelle direkt nebeneinander vergleichen möchte, findet in der Kollektion faltbarer E-Bikes einen guten Überblick über die aktuelle Auswahl.

Akku, Reichweite und Motorleistung

Der Hinterradmotor liefert eine Nenndauerleistung von 250 Watt, mit kurzzeitigen Spitzenwerten von bis zu 500 Watt. Damit bewegt sich das U4 in der Kategorie, die in Deutschland als Pedelec gilt, dazu gleich mehr im nächsten Abschnitt.

Gesteuert wird über drei Tretunterstützungsstufen plus einen reinen Elektromodus sowie eine Schiebehilfe für das Rangieren ohne Treten. Laut Herstellerangabe schafft der Akku im Tretunterstützungsmodus über 90 km, im reinen Elektromodus liegt die Spanne bei 55 bis 65 km.

Diese Werte stammen aus Labortests bei voller Akkuladung, rund 70 kg Zuladung und konstant 15 km/h im echten Alltag mit Wind, Steigungen und schwankendem Tempo wird die tatsächliche Reichweite realistischerweise niedriger ausfallen, ähnlich wie bei jedem anderen E-Bike auch. Die Steigfähigkeit gibt iScooter mit rund 10 % an, was für die meisten Stadthügel und leichte Anstiege ausreicht. Eine volle Ladung dauert etwa 4 bis 5 Stunden.

Komfort auf längeren Fahrten: Sattel, Lenker, Federung

Die Sattelhöhe lässt sich zwischen 77 und 99 cm verstellen, was das U4 auch für kleinere Fahrer ab etwa 130 cm Körpergröße nutzbar macht, ein Pluspunkt für Familien, die das Rad mit mehreren Personen teilen. Der Durchstiegsrahmen erleichtert zusätzlich das Auf- und Absteigen, ganz ohne hohes Bein schwingen zu müssen.

Vorne sorgt eine gefederte Gabel für spürbaren Komfort auf Kopfsteinpflaster und ausgefahrenen Radwegen, eine Hinterradfederung gibt es allerdings nicht. Für den Stadtverkehr und leicht unebene Wege reicht das meist aus, für ruppige Waldwege wäre ein Modell mit voller Federung besser geeignet.

Die aufblasbaren 16-Zoll-Reifen dämpfen kleinere Unebenheiten zusätzlich ab, statt jede Bodenwelle direkt an Lenker und Handgelenke weiterzugeben. Für die dunkle Jahreszeit sind LED-Frontlicht, Rücklicht und seitliche Reflektoren bereits integriert, und die IPX4-Spritzwasserschutzklasse gibt zusätzliche Sicherheit bei Regenfahrten.

iScooter U4 vs. EB1S: Lohnt sich der Aufpreis?

Wer zwischen den beiden Klapprad-Modellen von iScooter schwankt, stellt sich früher oder später dieselbe Frage: Wie viel bringt der Aufpreis wirklich?

Merkmal

iScooter EB1S

iScooter U4

Preis

398,99 € (statt 658,99 €)

508,99 € (statt 698,99 €)

Motor

250 W Nenndauerleistung (500 W Spitze)

250 W Nenndauerleistung (500 W Spitze)

Akku

36 V / 12 Ah (432 Wh)

36 V / 10,4 Ah (375 Wh)

Reichweite

30–50 km (Laborwert)

90+ km im Tretunterstützungsmodus (Laborwert)

Bremsen

Doppelte Scheibenbremsen mit E-Abschaltung

Scheibenbremsen vorne & hinten mit Motorabschaltung

Federung

Zentrale Hinterbaufederung

Federgabel vorne

Reifen

14 × 2,125″ schlauchlos

16 × 2,15″

Rahmen

Steckdurchgehender Faltrahmen

Tiefeinsteiger-Faltrahmen

Besonderheit

Voltix-App (Geschwindigkeit, Standort, Sperren)

Herausnehmbarer Akku, niedriger Durchstieg

Gewicht

28,1 kg (inkl. Akku)

26,5 kg (netto)

Kurz gesagt: Das EB1S ist das günstigere Einstiegsmodell und punktet mit App-Anbindung sowie einer größeren Akkukapazität, kommt dafür aber ohne Tiefeinsteiger-Rahmen und mit etwas mehr Gewicht auf die Waage.

Das U4 setzt stattdessen auf den komfortablen niedrigen Einstieg, einen jederzeit herausnehmbaren Akku und eine vordere Federung, ideal für alle, die häufiger auf- und absteigen oder den Akku separat laden wollen.

Bei beiden Modellen gilt: Die werkseitige Tretunterstützung endet bei 25 km/h, höhere Geschwindigkeiten sind laut Hersteller ausdrücklich nur auf Privatgelände zulässig. Einen direkten Vergleich aller aktuellen Modelle findest du außerdem auf der Seite E-Bikes vergleichen.

Für wen lohnt sich das iScooter U4?

Das iScooter U4 ist kein Hochleistungs-Mountainbike und will auch keines sein. Es ist ein solides, gut ausgestattetes Falt-E-Bike für den Alltag: praktisch beim Zusammenklappen, komfortabel dank Durchstiegsrahmen und gefederter Gabel, und mit hydraulischen Bremsen sowie ordentlicher Reichweite auch für längere Pendelstrecken geeignet. Solange es im werksseitigen Pedelec-Modus gefahren wird, bleibt es zudem unkompliziert in der Rechtslage kein Kennzeichen, keine Extraversicherung, kein Führerschein.

Wer ein Klapprad sucht, das sich zwischen Stadtverkehr, Büro und öffentlichen Verkehrsmitteln nahtlos einfügt, findet im U4 eine überzeugende Option im mittleren Preissegment. Alle Details, Farboptionen und die aktuelle Verfügbarkeit gibt es direkt auf der Produktseite des iScooter U4.

FAQs

Brauche ich für das iScooter U4 eine Versicherung oder ein Kennzeichen?

Nein, solange das U4 im werksseitigen Pedelec-Modus gefahren wird (Tretunterstützung bis 25 km/h, Gasgriff entfernt), gilt es in Deutschland rechtlich als Fahrrad. Es entfällt damit die Pflicht zu Versicherungskennzeichen, Zulassung und Führerschein.

Ist das U4 auch für kleinere Fahrer geeignet?

Ja. Die Sattelhöhe lässt sich zwischen 77 und 99 cm verstellen, und der niedrige Durchstiegsrahmen macht das Auf- und Absteigen auch für Fahrer ab etwa 130 cm Körpergröße unkompliziert.

Wie lange dauert das Laden des Akkus?

Eine vollständige Ladung von leer dauert etwa 4 bis 5 Stunden. Da der Akku herausnehmbar ist, lässt er sich bequem am Schreibtisch oder in der Wohnung laden, ohne das Rad in Steckdosennähe abstellen zu müssen.

 

 


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